Trinkwasserhygiene
Das Trinkwasser im St.-Johannes-Hospital unterliegt den strengen Prüfkriterien der Trinkwasserverordnung. Die regelmäßigen Prüfungen werden durch die hauseigene Hygieneabteilung durchgeführt. Das St.-Johannes-Hospital arbeitet hier eng mit dem Gesundheitsamt der Stadt Dortmund zusammen.
Im St.-Johannes-Hospital werden teilweise stark immun geschwächte Patienten versorgt. Das Leitungsnetz ist groß und wird unterschiedlich genutzt. Aus diesen Gründen wurden in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt über die Anforderungen der Trinkwasserverordnung hinaus weitere Sicherungssysteme installiert:
- Das gesamte Trinkwassernetz wird prophylaktisch durch Chlordioxidanlagen desinfiziert.
- In besonders sensiblen Bereichen werden Armaturen und Duschen zusätzlich mit Sterilfiltern ausgestattet.
- Patienten und Besucher erhalten ihr Trinkwasser aus Trinkwasseranlagen mit Hygienesystem.
Chlordioxidanlagen
Im Februar 2009 wurden 3 Chlordioxidanlagen eingebaut. Diese impfen das gesamte Wassersystem an den Übergabestellen des Versorgers (DEW) mit Chlordioxid. Chlordioxid ist nicht zu verwechseln mit einfachem Chlor. Chlordioxid ist im Betrieb wesentlich teurer als einfaches Chlor; bietet aber entscheidende Vorteile.
Von wesentlicher Bedeutung ist die sogenannte "Depotwirkung". Das eigentliche Chlor wird nach einigen Stunden aufgezehrt und entfaltet keine Desinfektionswirkung mehr. Das Chlordioxid wirkt über mehrere Tage. Es gibt immer wieder Bereiche, die z.B. am Wochenende nicht genutzt werden. Gerade hier entfaltet das Chlordioxid seine Stärke gegenüber dem einfachen Chlor, da hier weiterhin die Desinfektionswirkung vorhanden ist. Beim einfachen Chlorverfahren wäre nach einem Wochenende ohne Nutzung die Desinfektionswirkung nicht mehr vorhanden.
Ein weiterer entscheidender Vorteil ist, dass das Chlordioxid grundsätzlich eine höhere Desinfektionswirkung als Chlor entfaltet.
Installiert im: St.-Johannes-Hospital, Josefinenstift und Christinenstift
Sterilfilter
Die allerhöchste hygienische Sicherheit wird erreicht, wenn endständig an den Armaturen und Duschen Sterilfilter angebracht werden. Unabhängig von anderen Maßnahmen und Einwirkungen erhält dort der Patient absolut keimfreies Wasser. Um jegliches Risiko auszuschließen werden in bestimmten Bereichen zusätzlich diese Sterilfilter eingesetzt. Dies ist z. B. in den Patientenzimmern der Station S4 der Fall. Hier werden teilweise stark immun geschwächte onkologische Patienten versorgt. Die Sterilfilter sind Einmalprodukte und werden monatlich ausgetauscht.
Installiert im: St.-Johannes-Hospital
Trinkwasseranlagen
Die Trinkwasserversorgung der Patienten und Besucher erfolgt im St.-Johannes-Hospital ausschließlich über Trinkwasseranlagen. Am Zapfhahn wird leicht gekühltes Wasser angeboten. Ausgenommen einiger Altanlagen wird kohlensäurehaltiges Wasser und stilles Wasser angeboten. Die Trinkwasseranlagen im St.-Johannes-Hospital verfügen über ein 3-stufiges Hygienesystem. Diese sind mit haushaltüblichen "Wassersprudlern" nicht vergleichbar.
In der ersten Stufe durchläuft das Wasser eine Mikrofiltration. Die zweite Stufe besteht aus einem endständigen Sterilfilter. Dieser befindet sich direkt an der Zapfstelle. Somit steht an der Zapfstelle absolut keimfreies Wasser zur Verfügung. Nun könnte der Zapfhahn z. B. durch verschmutzte Lappen oder durch Berührung mit der "verkeimten" Hand mit Keimen von außen in Berührung kommen. Hierfür wurde die 3 Stufe des Hygienesystems, die thermische Keimsperre, eingebaut. Sie verhindert die Rückverkeimung der Trinkwasseranlage von außen.
Alle Anlagen werden halbjährlich gewartet und chemisch sowie mikrobiologisch überprüft.
Die Trinkwasseranlagen im St.-Johannes-Hospital erfüllen höhere Ansprüche an die Hygiene als handelsübliches Mineralwasser aus Flaschen. Der Grund hierfür ist, dass die Trinkwasseranlagen die wesentlich höheren Maßstäbe der Trinkwasserverordnung erfüllen als die Mineralwasserflaschen, die "nur" der Mineralwasserverordnung unterliegen.
Installiert im: St.-Johannes-Hospital und Marien Hospital












